„World wide local“-Marketing
Das Internet wurde als weltweites Netzwerk konzeptioniert. Aber es ist nicht mehr nur ein globales Netzwerk, es ist mittlerweile überall – und damit logischerweise lokal vorhanden. Daher ist Werbung im Internet auch ortsgebundene Werbung. Und gerade Smartphones eröffnen ganz neue Möglichkeiten mit ihren standortbezogenen Diensten.
Die Methoden des Online-Marketing haben sich so weit entwickelt, dass mittlerweile sehr gezielt geworben werden kann. In diesem Artikel möchte ich ein paar Ansätze und Dienste vorstellen, um zu zeigen, wie lokales Online-Marketing aussehen kann.
Lokalisierte Online-Anzeigen
Eine sehr effektive (und auch bereits etablierte) Methode ist die gezielte Zustellung von Anzeigen. Hierbei wird die geographische Position eines Users, anhand der IP-Adresse oder mit vorhandenen Benutzerdaten, ermittelt. Daraufhin werden Anzeigen mit einem direkten Bezug zur Umgebung des Besuchers angezeigt. Google AdWords und Facebook Ads sind die prominentesten Dienste auf diesem Gebiet.
Bei Google AdWords können sowohl Text- als auch Banner-Anzeigen geschalten werden. So kann ein Anzeigenfeld (rechts in der Leiste neben den Suchergebnissen) bei Google gebucht werden. Und diese Anzeigen werden immer mit einem bestimmten Suchbegriff verknüpft. Zusätzlich können noch eine Stadt sowie ein umgebender Radius definiert werden. Dadurch wird die Anzeige nur sichtbar, sobald ein Benutzer in diesem Gebiet nach einem bestimmten Stichwort sucht. Beispiel der lokalen Eingrenzung bei Google AdWords:

Facebook hingegen greift direkt auf die Daten der Nutzer zu. Dadurch können für eine Anzeige bei Facebook Ads nicht nur die Stadt, sondern auch weitere Daten bestimmt werden. So kann zum Beispiel das Alter oder Geschlecht festgelegt werden.
Google AdWords bietet sich daher eher für konkrete Produkte oder Dienstleistungen an, da der Nutzer hier schon auf einer konkreten Suche ist: Sucht er bei Google nach „Hotel Albstadt“, so ist eine Anzeige für ein entsprechendes Hotel für diesen Nutzer zu 100% relevant. Bei Facebook hingegen kann sehr gut eine spezifische Zielgruppe beworben werden, und eignet sich daher ausgezeichnet für ein Lifestyle-Produkt oder Aktionen. So kann beispielsweise eine Anzeige mit der Botschaft „20% auf alles Jeans“ speziell in der Zielgruppe eines bestimmten Geschäftes geschaltet werden. Damit wird eine sehr hohe Relevanz erzielt, und kann somit potentielle Kunden zum Besuch animieren.
Standortbezogene Dienste (location-based services)
Hierbei werden für den User, durch Verarbeitung positionsabhängiger Daten, spezielle Informationen und Dienste angeboten. Dieses Verfahren kommt meist auf einem Smartphone zum Einsatz, da die genaue Position des Nutzers über GPS bestimmt werden kann.
Zudem kann ein Eintrag bei Google Places hinzugefügt werden, damit das Unternehmen auch bei Google Maps gefunden wird. Mit Hilfe der GPS-Lokalisierung auf Smartphones, können so Geschäfte in der nächsten Umgebung des Nutzers angezeigt werden.
Bei Facebook gibt es auch diesmal ein Gegenstück dazu, das sich ebenfalls Places nennt. Hier können die Benutzer mitteilen, wenn sie sich an einem bestimmtem Ort aufhalten. Diese Statusmeldung ist dann für alle Freunde des Benutzers sichtbar. Dieser Vorgang wird auch als Check-In bezeichnet.
Andere bekannte Anbieter für standortbezogene Dienste sind foursquare, Gowalla und yelp. Über diese Dienste können auch konkrete Angebote wie Rabatte dargestellt werden. Diese können von Besuchern genutzt werden, in dem sie einen Check-In im entsprechenden Laden durchführen.
Es muss also nicht gleich ein Online-Shop sein. Mit lokaler Online-Werbung kann auch ein Ladengeschäft neuen Kundenzuwachs von Internetnutzern bekommen.
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